Unsere Hunde PDF Drucken E-Mail

 Freddy
Freddy2

Freddy ist ein 1995 geborener kastrierter Mittelspitzrüde. Dr. Gronostay hat ihn im August 2004 aus dem Tierheim Lauterbach übernommen. Dort war er im Jahr 2002 völlig verwahrlost abgegeben worden, als sein voriger Besitzer verstorben war. Dieser hatte Freddy 7 Jahre als Hofhund an einer Kette gehalten.

Zu Beginn war Freddy nicht stubenrein, konnte nicht allein bleiben und war hochgradig aggressiv gegenüber fremden Hunden. Er hat jedes vorbeifahrende Auto, jeden Radfahrer, Jogger und Spaziergänger angegriffen. Dadurch dass er stundenlang ununterbrochen bellte, war er permanent heiser.

Aus Freddy ist ein liebenswerter und relativ unproblematischer Familienhund geworden. Heute kann er entspannt an fahrenden Autos, Radfahrern, Joggern und Spaziergängern vorbeigehen. Er lässt sich von fremden Personen anfassen und verträgt sich gut mit bekannten Hunden. In der Wohnung ist Freddy völlig ruhig, überwiegend stubenrein und kann allein bleiben. Schwierig sind nach wie vor unkontrollierte Begegnungen mit fremden Hunden und Alleinsein in unbekannter Umgebung.

Dadurch dass Freddy als Welpe und Junghund wahrscheinlich kaum Kontakte mit Hunden hatte und an der Kette jahrelang aggressives Verhalten als erfolgreiche Verhaltensstrategie erlernt hat, wird er im direkten Kontakt mit fremden Artgenossen immer unsicher und etwas problematisch bleiben.

Trotz seines fortgeschrittenen Alters hat Freddy im Clickertraining viele Dog Dance Kunststücke gelernt und beherrscht eine kurze Kür zu Musik. Da er altersbedingt zunehmend Rückenprobleme bekommt und viele Übungen nicht mehr so gut ausführen kann, hat Dr. Gronostay angefangen, ihn altersentsprechend zusätzlich mit Nasenarbeit (Gegenstands- und Personensuche) zu beschäftigen.



Philip
Philip2

Philip, ein ca. 2003 geborener Volpino Italiano (Italienischer Spitz), lebt seit Mai 2005 bei Dr. Gronostay. Er stammt aus dem Tierheim Offenbach, wo er als Fundhund abgegeben worden ist. Durch zufälligen Kontakt mit einem ehemaligen Nachbarn der früheren Besitzer, der den Hund wieder erkannt hat, stellte sich heraus, dass Philip ungefähr mit einem halben Jahr aus schlechten Haltungsbedingungen aus Italien nach Deutschland gekommen war und vermutlich aus Zeitmangel und wegen seiner Verhaltensprobleme ins Tierheim abgegeben wurde.

Bei der Übernahme aus dem Tierheim war Philip extrem hektisch, schreckhaft, nervös und überaktiv. Er hat bei manchen Körperpflegemaßnahmen (z. B. Herausschneiden von verfilztem Fell oder Festhalten) und bei, Personen, die schnell auf ihn zugehen und ihn anfassen wollten, sofort gebissen. Bei fremden Hunden war er frei laufend aufdringlich, an der Leine massiv aggressiv. Bei der Begegnung mit Spaziergängern war er unsicher und zeigte teilweise Drohverhalten. Wenn Dr. Gronostay ohne ihn den Raum verließ oder er im Auto kurz warten musste, hat er tobsuchtsähnliche Bellanfälle bekommen. Mit zunehmender Eingewöhnung hat er in bekannter Umgebung immer stärker aggressiv gegen fremde Menschen und Hunde reagiert.

Heute ist Philip in vielen Situationen wesentlich ruhiger und entspannter geworden. Er hat ein gutes Vertrauensverhältnis zu Dr. Gronostay aufgebaut. Er lässt sich am ganzen Körper anfassen und duldet auch unangenehme Handgriffe wie beim Entfernen von Kletten. Bei fremden Menschen, von denen er sich bedroht fühlt, wendet er sich meistens ab. An langer Leine geht Philip an fremden Hunden vorbei, ohne starkes Drohverhalten zu zeigen. An kurzer Leine bleibt er nur in ausreichender Entfernung entspannt.

Mit befreundeten Hunden spielt er ausgiebig. In den Büroräumen und zu Hause kann Philip inzwischen leise bleiben, wenn man den Raum verlässt. Wenn er im Auto warten muss, bellt er. Oft fühlt er sich dabei auch durch eng am Auto vorbeigehende Menschen und Hunde bedroht und zeigt Knurrbellen als Drohverhalten. Da Philips starke Unsicherheit und Erregbarkeit sich auch mit einer Verhaltenstherapie nicht vollständig beheben lassen werden, wird er vermutlich nie ein völlig unproblematischer Begleiter sein und lebenslanges Verhaltenstraining benötigen. Philip lernt sehr schnell – erwünschtes und unerwünschtes Verhalten. Er beherrscht viele Dog Dance Tricks, die er zur geistigen Auslastung zweimal täglich übt und mit viel Witz und Charme ausführt. Aber er denkt sich auch oft neue Unarten aus wie das Fressen benutzter Papiertaschentücher oder das Stehlen und Nicht-mehr-Abgeben von Spielzeug fremder Hunde. Er ist ein Hund, der einen einerseits zum Lachen bringt, für den man aber andererseits auch gute Nerven benötigt.



Jette
jette2

Jette ist ein Großpudel, jetzt 7 Jahre alt. Dr. Dehn hat sie vor knapp fünf Jahren (2003) von einer Familie übernommen.

Jette war damals zwei Jahre alt und Dr. Dehn die vierte Besitzerin. Jette hat das erste Jahr bei der Züchterin gelebt und wurde dort offenbar ausschließlich im Zwinger und in der Wohnung gehalten – ohne jeden Kontakt zu fremden Hunden, fremden Menschen und der Umwelt.

Die monatelange Aufzucht und Haltung in völliger Isolation verursacht schwere und irreversible Verhaltensstörungen, hauptsächlich Angstprobleme. Jette ist weder mit Menschen noch mit Hunden sozialisiert und als Welpe nicht an die Umwelt gewöhnt worden. Unglücklicherweise hat die Besitzerin nach Übernahme von der Züchterin die Hündin ebenfalls fast nur drinnen gehalten. Dort hat Jette wohl auch schlechte Erfahrungen gemacht, vor allem mit Kindern.

 
Bei der Übernahme fürchtete sie sich von allem: Hunden, Menschen, der gesamten Welt draußen. Sie konnte kein auch nur annähernd normales Hundeleben führen. In der Wohnung hat sie die ersten Monate stundenlang wie im Koma auf ihrem Platz gelegen. Sie konnte keine Person angucken und nur mit gesenktem Kopf Kontakt aufnehmen. Sie hat schlecht gefressen, keine Leckerli genommen und war das erste Jahr immer wieder krank.

Bei Spaziergängen ist sie vor Menschen und Autos geflüchtet. Sind Kinder auf sie zugekommen, wollte sie panisch fliehen. Mit fremden Hunden konnte sie nicht normal Kontakt aufnehmen, entweder sie ist geflohen oder laut knurrbellend auf die Hunde zugesprungen. Hat sie die Hunde kurz kennen gelernt, ist sie völlig unproblematisch gewesen. In der Stadt hatte sie panische Angst vor allem. Entspannt und glücklich ist sie nur bei einsamen Spaziergängen in den Wiesen oder beim Spielen gewesen – sie ist ein begeisterter Ballspieler und konnte bereits gut apportieren. 

Jette ist langsam immer sicherer geworden und entwickelt sich ständig weiter. Sie liebt Spaziergänge im Wald und in den Wiesen und ist meist in der Nähe von Dr. Dehn. An fremden Menschen und Autos läuft sie auch ohne Leine eng neben Dr. Dehn vorbei, ohne auszuweichen. In der Stadt geht sie ruhig an der Leine, hat aber noch viel Stress. In der Wohnung verhält sie sich völlig normal. Jette ist ein begeisterter und begabter Nasenarbeiter. Bei der Suche vergisst sie ihre Angst und wird mit jedem Erfolg sicherer. Sie sucht Spielzeug, das Portemonnaie und den Schlüssel auch in schwierigen Situationen. Bei der Personensuche (Mantrailing) hat sie von Beginn an auch fremde Menschen gesucht und ihre Spur verfolgt, ohne dass sie es lernen musste.

Die erste Begegnung mit fremden Hunden ist in bestimmten Situationen noch schwierig. Jette kann mittlerweile gut mit etwas Abstand an der Leine an fremden Hunden vorbeigehen oder sich abwenden, bellt und knurrt aber anfangs, wenn ein fremder Hund direkt auf sie zuläuft. Sie freut sich, bekannte Hunde zu treffen und geht sehr gern und entspannt mit ihnen spazieren.

Es macht sehr viel Freude, mit Jette zu leben. Eigentlich ist sie ein intelligenter, fröhlicher und mutiger Hund. Wenn sie sich freut, zeigt sie es so deutlich, dass Dr. Dehn immer wieder darüber lachen muss. Im Alltag fällt ihre Verhaltensstörung kaum noch auf. Wenn Menschen sitzen oder hocken, nimmt sie gern Kontakt auf und lässt sich lange und ausführlich streicheln.

 



Smilla
Smilla

 

Was Smilla für eine Rasse ist, weiß man nicht so genau. Sie scheint ein Hütehundmischling zu sein. Smilla kommt aus dem Tierheim Frankfurt/Main und ist von einer Familie wegen Zerstörens beim Alleinbleiben abgegeben worden. Dr. Dehn hat sie 2005 im Alter von 3,5 Jahren übernommen. Mit Jette zusammen ist Smilla von Anfang an problemlos allein geblieben und hat nie etwas zerstört.

Zu Beginn ist Smilla sehr gestresst und unsicher gewesen und hat Menschen und Hunde im Haus und Garten, besonders im Dunkeln, angebellt und –geknurrt. Im Wald hat sie Spaziergänger, Jogger und Radfahrer bereits von weitem angebellt. An der Leine hat sie teilweise auch auf der Straße und beim Spaziergang Hunde angebellt. Im Rudelverband mit Jette ist das zunächst stärker geworden – auch ohne Leine.

 


In engen Innenräumen ist sie nicht gut verträglich mit anderen Hunden gewesen. So hat sie bei der ersten Begegnung im Büro die ruhige und freundliche Hündin unserer damaligen Mitarbeiterin massiv bedrängt und angedroht. Sehr gestresst ist sie in quirligen Hundegruppen, wenn sie die Übersicht verliert und reagiert dann ebenfalls verstärkt mit aggressivem Verhalten, besonders gegenüber Hündinnen.

Panische Angst hatte Smilla, wenn ein Mensch sich ihrem Liegplatz genähert hat. Vermutlich ist sie bestraft worden, wenn sie etwas zerstört hatte. Wenn sie gemerkt hat, man will etwas Bestimmtes von ihr, war sie hochgradig gestresst, ängstlich und hat stark beschwichtigt. In diesen Situationen ließ sie sich nicht gern anfassen und hat teilweise die Person angedroht. Beim Bürsten hätte sie gebissen.

Smilla ist schnell gestresst und hat dann eine niedrige Reizschwelle für aggressives Verhalten. Sie neigt dazu, für sie wichtige Dinge zu verteidigen wie Futter, Wohnung, Auto, Spielzeug, Liegeplätze, den Hundeplatz und vor allem Dr. Dehn. Sie ist ein sehr manipulativer und aufmerksamkeitssuchender Hund. Sobald Dr. Dehn darauf etwas eingeht, und Smilla sich wichtig fühlt, versucht sie, durch aggressives Verhalten Jette einzuschüchtern und an den Rand der Rudels zu drängen. Da Smilla ungeheuer genau beobachtet und extrem schnell lernt, wird Dr. Dehn ihr gegenüber immer konsequent bleiben müssen. Dr. Dehn versucht, Stress und kritische Situationen so weit wie möglich zu vermeiden, denn entspannt ist Smilla ein sehr angenehmer, ruhiger und unkomplizierter Hund.

Smilla ist ein begeisterter Arbeitshund und muss arbeiten, um ausgeglichen zu sein. Mit ihr Übungen und Tricks aufzubauen, macht sehr viel Spaß. Sie ist unglaublich konzentriert und kooperativ – auch über längere Zeit, ohne nachzulassen. Ihr „Lieblingsfach“ ist Dog Dance, wo sie erfinderisch an den Tricks mitarbeitet. Nebenberuflich arbeitet sie als Suchhund. Wenn sie nicht arbeiten kann, würde sie ihre Intelligenz und Kreativität für unerwünschte Verhaltensweisen einsetzen.

Im Haus und draußen bellt Smilla Menschen nicht mehr an und kann ruhig an ihnen vorbeigehen. Wird sie angesprochen, nimmt sie zu den meisten Fremden sehr freundlich Kontakt auf und lässt sich gern und lange streicheln. Beim Handling hat sie immer noch Stress, ist aber wesentlich entspannter und steht ruhig da. Ruft Dr. Dehn sie zum Bürsten, kommt sie schnell und freudig angelaufen.

An der Leine können Jette und Smilla an den meisten Hunden ruhig vorbeigehen, wenn die Distanz nicht zu eng ist. Bei der Begegnung mit fremden Hunden auf der Hundewiese oder beim Spaziergang in den Wiesen ist Smilla vollkommen unkompliziert. Sie ist draußen sehr verspielt mit anderen Hunden (besonders Jette) und voller Ideen und Lebensfreude.

 



Fine
fine_web

Fine ist ein Mischlingshündin, ca. 40 cm groß. Sie gehört Kerstin Frischkorn und stammt aus dem Tierheim Gelnhausen. Vor drei Jahren hat Frau Frischkorn sie von dort übernommen. Die Vorbesitzerin, eine Frau mit Kind, hatte sie wegen Schwangerschaft dorthin gebracht. Jetzt ist Fine ungefähr 5 Jahre alt. 

 

Anfangs hatte Fine chronischen Durchfall, war abgemagert und musste jede Nacht raus. Sie konnte nicht allein bleiben und hat auf der Straße Menschen, besonders Kinder, und Hunde angebellt. Nach der Eingewöhnungszeit hat sie angefangen, die Wohnung und das Auto gegen fremde Menschen und Hunde zu verteidigen. Draußen war sie permanent auf Futtersuche.

Heute ist Fine ein gesunder und ausgesprochen pfiffiger Hund. Seit knapp 3 Jahren geht sie in den Agility-Kurs. Sie hat die Geräte schnell gelernt und läuft mit viel Spaß im Parcours. Nebenbei bringt Frau Frischkorn ihr Dog Dance Tricks bei, denn Fine ist sehr geschickt und sollte auch mit dem Kopf arbeiten.


Mit Menschen und Hunden ist sie in bestimmten Situationen noch etwas schwierig, besonders im Zusammenhang mit ihrem Territorium. Auf der Straße lässt sie sich problemlos von fremden Menschen anfassen und gern füttern. Wenn sie etwas Fressbares findet, nimmt sie es mit, mit Vorliebe Bonbons und weggeworfene Lutscher von Kindern. In der Wohnung kann sie mehrere Stunden allein bleiben. Trifft sie auf dem Spaziergang fremde Hunde, ist sie meistens gut verträglich und spielt teilweise kurz mit ihnen.