Jette

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Jette ist ein Großpudel. Dr. Dehn hat sie 2003 von einer Familie übernommen. Sie hat 12 Jahre bei Dr. Dehn gelebt und ist am Neujahrstag 2015 in ihrem Wohnzimmer eines natürlichen Todes gestorben.

Jette war bei der Übernahme zwei Jahre alt und Dr. Dehn die vierte Besitzerin. Jette hat das erste Jahr bei der Züchterin gelebt und wurde dort offenbar ausschließlich im Zwinger und in der Wohnung gehalten – ohne jeden Kontakt zu fremden Hunden, fremden Menschen und der Umwelt.

Die monatelange Aufzucht und Haltung in völliger Isolation verursacht schwere und irreversible Verhaltensstörungen, hauptsächlich Angstprobleme. Jette ist weder mit Menschen noch mit Hunden sozialisiert und als Welpe nicht an die Umwelt gewöhnt worden.


Unglücklicherweise hat die Besitzerin nach Übernahme von der Züchterin die Hündin ebenfalls fast nur drinnen gehalten. Dort hat Jette wohl auch schlechte Erfahrungen gemacht, vor allem mit Kindern.

Bei der Übernahme fürchtete sie sich von allem: Hunden, Menschen, der gesamten Welt draußen. Sie konnte kein auch nur annähernd normales Hundeleben führen. In der Wohnung hat sie die ersten Monate stundenlang wie im Koma auf ihrem Platz gelegen. Sie konnte keine Person angucken und nur mit gesenktem Kopf Kontakt aufnehmen. Sie hat schlecht gefressen, keine Leckerli genommen und war das erste Jahr immer wieder krank.

ImageBei Spaziergängen ist sie vor Menschen und Autos geflüchtet. Sind Kinder auf sie zugekommen, wollte sie panisch fliehen. Mit fremden Hunden konnte sie nicht normal Kontakt aufnehmen, entweder sie ist geflohen oder laut knurrbellend auf die Hunde zugesprungen. Hat sie die Hunde kurz kennen gelernt, ist sie völlig unproblematisch gewesen. In der Stadt hatte sie panische Angst vor allem. Entspannt und glücklich ist sie nur bei einsamen Spaziergängen in den Wiesen oder beim Spielen gewesen – sie ist ein begeisterter Ballspieler und konnte bereits gut apportieren. 

Jette ist langsam immer sicherer geworden und entwickelt sich ständig weiter. Sie liebt Spaziergänge im Wald und in den Wiesen und ist meist in der Nähe von Dr. Dehn. An fremden Menschen und Autos läuft sie auch ohne Leine eng neben Dr. Dehn vorbei, ohne auszuweichen. In der Stadt geht sie ruhig an der Leine, hat aber noch viel Stress. In der Wohnung verhält sie sich völlig normal. Jette ist ein begeisterter und begabter Nasenarbeiter. Bei der Suche vergisst sie ihre Angst und wird mit jedem Erfolg sicherer. Sie sucht Spielzeug, das Portemonnaie und den Schlüssel auch in schwierigen Situationen. Bei der Personensuche (Mantrailing) hat sie von Beginn an auch fremde Menschen gesucht und ihre Spur verfolgt, ohne dass sie es lernen musste.

Die erste Begegnung mit fremden Hunden ist in bestimmten Situationen noch schwierig. Jette kann mittlerweile gut mit etwas Abstand an der Leine an fremden Hunden vorbeigehen oder sich abwenden, bellt und knurrt aber anfangs, wenn ein fremder Hund direkt auf sie zuläuft. Sie freut sich, bekannte Hunde zu treffen und geht sehr gern und entspannt mit ihnen spazieren.

Es machte sehr sehr viel Freude, mit Jette zu leben. Sie war ein intelligenter, fröhlicher und mutiger Hund. Wenn sie sich freute, zeigt sie es so deutlich, dass Dr. Dehn immer wieder darüber lachen musste. Eine so enge Bindung wie zu ihr hat Dr. Dehn zu keinem ihrer anderen Hunde gehabt. Im Alltag fiel ihre Verhaltensstörung die letzten Jahre kaum noch auf. Wenn Menschen saßen oder hockten, nahm sie gern Kontakt auf und ließ sich lange und ausführlich streicheln.


Smilla

Smilla

 


Was Smilla für eine Rasse ist, weiß man nicht so genau. Sie scheint ein Hütehundmischling zu sein. Smilla kommt aus dem Tierheim Frankfurt/Main und ist von einer Familie wegen Zerstörens beim Alleinbleiben abgegeben worden. Dr. Dehn hat sie 2005 im Alter von 3,5 Jahren übernommen. Mit Jette zusammen ist Smilla von Anfang an problemlos allein geblieben und hat nie etwas zerstört.

Zu Beginn ist Smilla sehr gestresst und unsicher gewesen und hat Menschen und Hunde im Haus und Garten, besonders im Dunkeln, angebellt und –geknurrt. Im Wald hat sie Spaziergänger, Jogger und Radfahrer bereits von weitem angebellt.


An der Leine hat sie teilweise auch auf der Straße und beim Spaziergang Hunde angebellt. Im Rudelverband mit Jette ist das zunächst stärker geworden – auch ohne Leine. In engen Innenräumen ist sie nicht gut verträglich mit anderen Hunden gewesen. So hat sie bei der ersten Begegnung im Büro die ruhige und freundliche Hündin unserer damaligen Mitarbeiterin massiv bedrängt und angedroht. Sehr gestresst ist sie in quirligen Hundegruppen, wenn sie die Übersicht verliert und reagiert dann ebenfalls verstärkt mit aggressivem Verhalten, besonders gegenüber Hündinnen.

Panische Angst hatte Smilla, wenn ein Mensch sich ihrem Liegplatz genähert hat. Vermutlich ist sie bestraft worden, wenn sie etwas zerstört hatte. Wenn sie gemerkt hat, man will etwas Bestimmtes von ihr, war sie hochgradig gestresst, ängstlich und hat stark beschwichtigt. In diesen Situationen ließ sie sich nicht gern anfassen und hat teilweise die Person angedroht. Beim Bürsten hätte sie gebissen.

Smilla ist schnell gestresst und hat dann eine niedrige Reizschwelle für aggressives Verhalten. Sie neigt dazu, für sie wichtige Dinge zu verteidigen wie Futter, Wohnung, Auto, Spielzeug, Liegeplätze, den Hundeplatz und vor allem Dr. Dehn. Sie ist ein sehr manipulativer und aufmerksamkeitssuchender Hund. Sobald Dr. Dehn darauf etwas eingeht, und Smilla sich wichtig fühlt, versucht sie, durch aggressives Verhalten Jette einzuschüchtern und an den Rand der Rudels zu drängen. Da Smilla ungeheuer genau beobachtet und extrem schnell lernt, wird Dr. Dehn ihr gegenüber immer konsequent bleiben müssen. Dr. Dehn versucht, Stress und kritische Situationen so weit wie möglich zu vermeiden, denn entspannt ist Smilla ein sehr angenehmer, ruhiger und unkomplizierter Hund.

Smilla ist ein begeisterter Arbeitshund und muss arbeiten, um ausgeglichen zu sein. Mit ihr Übungen und Tricks aufzubauen, macht sehr viel Spaß. Sie ist unglaublich konzentriert und kooperativ – auch über längere Zeit, ohne nachzulassen. Ihr „Lieblingsfach“ ist Dog Dance, wo sie erfinderisch an den Tricks mitarbeitet. Nebenberuflich arbeitet sie als Suchhund. Wenn sie nicht arbeiten kann, würde sie ihre Intelligenz und Kreativität für unerwünschte Verhaltensweisen einsetzen.

Im Haus und draußen bellt Smilla Menschen nicht mehr an und kann ruhig an ihnen vorbeigehen. Wird sie angesprochen, nimmt sie zu den meisten Fremden sehr freundlich Kontakt auf und lässt sich gern und lange streicheln. Beim Handling hat sie immer noch Stress, ist aber wesentlich entspannter und steht ruhig da. Ruft Dr. Dehn sie zum Bürsten, kommt sie schnell und freudig angelaufen.

An der Leine können Jette und Smilla an den meisten Hunden ruhig vorbeigehen, wenn die Distanz nicht zu eng ist. Bei der Begegnung mit fremden Hunden auf der Hundewiese oder beim Spaziergang in den Wiesen ist Smilla vollkommen unkompliziert. Sie ist draußen sehr verspielt mit anderen Hunden (besonders Jette) und voller Ideen und Lebensfreude.


 

Mo

Mo

 

Mo ist ein junger Australian Shepherd Rüde, geboren 2013.

Er kommt von einer Züchterin aus Einhausen und begleitet Stephanie Landgrebe-Kröger seit er 9 Wochen alt ist. Er ist rassetypisch ein eher lebendiger Hund, der aber auch schnell gestresst sein kann, wenn er bedrängt wird. Grundsätzlich freundlich und auf Deeskalation aus, geht er freudig auf andere Hunde zu, überfordert diese aber öfters mit seiner direkten etwas aufdringlichen Art.

Bei Begrüßungen neigt er dazu, den anderen Hund anzustarren, ein Element aus dem Hüteverhalten. Als Alternativverhalten hat Stephanie Landgrebe-Kröger mit ihm trainiert, sich abzuwenden und ruhig an anderen Hunden vorbei zu gehen.StephiuMo2

Mo ist bei jeder Art von Beschäftigung mit großer Begeisterung dabei. Er lernt sehr schnell und arbeitet eifrig und motiviert im Dummytraining. Noch motivierter ist er im Mantrailing und verfolgt die Spur der versteckten Person schnell und konzentriert.

Für Stephanie Landgrebe-Kröger ist Mo mit seiner lustigen und aufgeschlossenen Art der ideale Begleiter, der für jeden Spaß zu haben ist, und genauso gerne in die Berge zum Wandern und Ski Laufen und ans Meer zum Schwimmen fährt wie Frauchen und Herrchen.

Fine

Fine


Fine ist ein Mischlingshündin, ca. 40 cm groß. Kerstin Frischkorn hat sie 2004 im Alter von ca. 2 Jahren aus dem Tierheim Gelnhausen übernommen. Die Vorbesitzerin, eine Frau mit Kind, hatte sie wegen Schwangerschaft dorthin gebracht.

Anfangs hatte Fine chronischen Durchfall, war abgemagert und musste jede Nacht raus. Sie konnte nicht allein bleiben und hat auf der Straße Menschen, besonders Kinder und Hunde angebellt. Nach der Eingewöhnungszeit hat sie angefangen, die Wohnung und das Auto gegen fremde Menschen und Hunde zu verteidigen. Draußen war sie permanent auf Futtersuche.

Heute ist Fine ein gesunder, lustiger und ausgesprochen pfiffiger Hund. Sie hat immer noch ihre kleinen Probleme, aber Frau Frischkorn kommt im Alltag gut damit zurecht. Seit knapp 10 Jahren macht Fine Agility. Sie hat die Geräte schnell gelernt und läuft immer noch mit viel Spaß im Parcour.